Feier zum 20-jährigen Bestehen

Gespräche führen, zuhören, einfach „da sein“, wenn es darauf ankommt - seit zwei Jahrzehnten kümmern sich die Mitarbeiter des ambulanten Hospizdienstes der Aachener Caritasdienste - Region Aachen um die Wünsche und Bedürfnisse schwerkranker Menschen und deren Familien. Sie setzen sich dafür ein, dass diese Menschen ihren letzten Lebensabschnitt in Würde, Schmerzfreiheit und Selbstbestimmung erleben können.

In diesem Jahr nun feiert der ambulante Hospizdienst sein 20-jähriges Bestehen. Ein guter Grund, einmal die Arbeit für einen Moment ruhen zu lassen und sich Zeit zu nehmen, um ein wenig zu feiern, auf das Erreichte zu blicken und auch um Danke zu sagen.

Dies tat bei einer kleinen Feier im Seniorenzentrum St. Anna Koordinatorin Stephanie Eßer. Sie dankte den Unterstützern des Dienstes, dem Träger und den Mitarbeitern des Seniorenzentrums und natürlich ganz besonders den rund 50 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, ohne die die anspruchsvolle Arbeit nicht möglich wäre. Jedem einzelnen überreichte sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Esther Tewes ein kleines Präsent, das die Wertschätzung noch einmal unterstreichen sollte.

In ihrer Rede erinnerte Stephanie Eßer außerdem an die Anfänge der Hospizarbeit, die alles andere als einfach gewesen sind. Ralf Kaup, Geschäftsführer der ACD, erklärte, dass sich vieles in der ambulanten Hospizarbeit  zwar in den vergangenen Jahren verbessert habe, dass es aber immer noch genügend Hürden gebe und – seitens der Politik – viel Handlungsbedarf bestehe. Ernste Töne schlug auch Pater Josef Költringer in seiner Ansprache an. Auch er habe Angst vor dem Sterben, obwohl er ein Mann der Kirche sei. Doch als solcher wusste er ebenfalls aufbauende und beruhigende Worte den vielen Gästen mit auf den Weg zu geben.

Musikalisch wurde die Feier durch die Beiträge von Violinistin Stefanie Lentz, die auch selbst ehrenamtliche Hospizdiensthelferin ist, und Lotta Holzapfel, die mit ihrer Gitarre und zauberhaften Gesang begeisterte, begleitet.

Ein besonderer Hingucker



So sah der Mantel ursprünglich aus.

Die Feier zum 20-jährigen Bestehen des ambulanten Hospizdienstes der ACD – Region Aachen fand an einem ganz besonderen Datum statt: am 11.11. Dieses Datum hatten sich die Kolleginnen des Dienstes nicht ganz unbedacht gewählt, wie Koordinatorin Stephanie Eßer bei der Feier im Seniorenzentrum St. Anna die Gäste wissen ließ.

Einmal sei der 11.11. im Rheinland nun einmal Karnevalsauftakt und Karneval mit seinen vielen Facetten spiele bei der Arbeit des Dienstes immer wieder eine wichtige Rolle. Sei es in der Begleitung eines Menschen, der sich selbst stets für den Karneval begeisterte, oder sei es einfach in dem Humor, der vielen Menschen in dieser Region zu eigen ist, mit dem sich selbst Krankheit und Sterben ein wenig leichter aushalten lassen.

Der 11.11. ist aber natürlich auch der Tag des heiligen Martin und das Handeln von St. Martin habe viel mit der Arbeit der Hospizhelfer gemein, sagte Stephanie Eßer. „Wir sind größenwahnsinnig geworden und vergleichen uns jetzt mit dem, was St. Martin getan hat“, so Stephanie Eßer. Aber die Motivation seines Handelns, die Nächstenliebe, sei auch die Motivation, mit der viele Helfer ihre ehrenamtliche Arbeit verrichten würden.

Symbol dieser Motivation ist ein Mantel, den die Hospizdiensthelfer bei einem Team-Tag im Sommer selbst gestaltet haben. Auf einem Untermantel wurden einzelne Stoffstücke genäht, die die Mitarbeiter liebevoll bemalt hatten. Der Mantel wird nun bei Terminen des Dienstes, bei Vorträgen und Tagungen mitreisen. Und Mantel und St. Martin gehört natürlich auch zusammen.       

Team-Tag zum 20-jährigen Bestehen

Der ambulante Hospizdienst der ACD – Region Aachen feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. Die großen Feierlichkeiten stehen noch bevor, doch schon jetzt hat sich das Team anlässlich des runden Geburtstages zu einem Team-Tag im Seniorenzentrum St. Anna getroffen.

Der Koordinatorin des Dienstes, Stephanie Eßer,  war es wie ihren Kolleginnen ein Anliegen, dass sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter einen Tag in Ruhe austauschen und über ihre teils langjährigen Erfahrungen sprechen konnten. Kleine sogenannte Gesprächsanreger, die als Aufsteller auf Tischen standen, gaben den Gesprächen eine grobe Richtung vor, indem sie die Mitarbeiter ermunterten, über die Ereignisse zu sprechen, die sie in der Vergangenheit bei der Arbeit als Hospizdiensthelfer am meisten bewegt hatten oder bei denen sie gefragt wurden, was für sie Erfolg bei ihrer Arbeit bedeutet. Grüppchenweise zogen die Helfer von Tisch zu Tisch bzw. von Aufsteller zu Aufsteller, fanden sich immer wieder in neuen Gruppen zusammen und folgten gerne den Gesprächsanregungen.

Kreativ wurden die Mitarbeiter aber auch. Jeder bemalte ein zuvor  zurechtgeschnittenes Stoffteil, aus denen – wenn sie wieder zusammengenäht werden – ein Mantel entstehen wird. Dem Einfallsreichtum waren kaum Grenzen gesetzt, ob abstrakt oder ganz plastisch, jeder Mitarbeiter durfte mit seinem Motiv ausdrücken, was für ihn die Arbeit als Hospizdiensthelfer bedeutet und was für ihn wichtig ist.         

Neujahrsempfang 2017

Hinter den Mitarbeitern des ambulanten Hospizdienstes der ACD – Region Aachen liegt ein bewegtes Jahr, ein Jahr, in dem wieder zahlreiche schwer kranke, sterbende und trauernde Menschen von den Mitarbeitern besucht und begleitet wurden.

Beim Neujahrsempfang des Hospizdienstes blickte Koordinatorin Stephanie Eßer mit ihren Kolleginnen und Kollegen auf das vergangene Jahr zurück und erinnerte an all diese Menschen, die die Ehrenamtler des Dienstes begleitet haben und die 2016 verstorben sind. Für jeden wurde während eines Gottesdienstes eine Kerze angezündet und einen Moment inne gehalten, ein Moment, in dem auch die Hospizdiensthelfer Abschied nehmen konnten, während ein kleines Meer aus Kerzen den Raum erleuchtete. 

Es sei wichtig, bemerkte Stephanie Eßer, dass man sich diese Zeit nehme, dass man nicht einfach weitermache. Und dennoch sei es auch wichtig, so die Koordinatorin, mit 2016 abzuschließen, um sich den Aufgaben widmen zu können, die 2017 mit sich bringe.

Dem werden sich die Hospizdiensthelfer nun wieder stellen, die sich nach dem Gottesdienst, der sehr stilvoll von Stefanie Lentz mit ihrer Geige begleitet wurde, in gemütlicher Runde bei Kaffee, Tee und Gebäck zusammensetzen.

Pater Josef Költringer, der schon einige Male beim ambulanten Hospizdienst zu Gast war, hielt im Laufe des Abends noch einen Vortrag zu dem Thema „Was wollen / sollen wir der nächsten Generation hinterlassen“. Dabei waren zentrale Punkte seines Vortrages: Dankbarkeit - Freiheit - Furchtlosigkeit - Freundschaft - Einheit - Mitgefühl - Glaube. Wer dies selbst vorlebt, der schafft gute Voraussetzungen für die nächste Generation.        

Großzügige Spende der "Erika Stiftung"

Eine großzügige Spende über 740 Euro hat der ambulante Hospizdienst der ACD – Region Aachen in von der „Erika Stiftung“ erhalten.

Stiftungsgründer, Bernd Ludemann, hatte in seiner Gastronomie „Auf’m Wirth“ in Hoengen gemeinsam mit zahlreichen bekannten Künstlern aus dem Alsdorfer Raum die erste Benefiz-Veranstaltung der Stiftung organisiert und gleich beim ersten Mal die stolze Summe gesammelt.

Gegründet hat Bernd Ludemann die Stiftung in Andenken an seine verstorbene Lebensgefährtin Erika Imperatori und für ihn war es ein großes Anliegen, dass das Geld einer Organisation oder einem Dienst vor Ort zu Gute kommt. Nach kurzer Überlegung fiel seine Wahl dann auf den ambulanten Hospizdienst. „Ich denke, dass die Menschen dort ganz hervorragende Arbeit leisten“, erklärt Bernd Ludemann.

Hervorragende Arbeit haben auch die Künstler beim Benefizarbeit geleistet, Carmen Back  als „Lady of Saxophone“ sorgte gleich zu Anfang für regelrechte Gänsehautmomente, bei dem so manch einer das eine oder andere Tränchen vergoss. Jupp Derwall sang altbekanntes, was jeden anregte, mitzusingen und Gabriel Diaz, der von seinen beiden Söhnen begleitet wurde, begeisterte mit seinem spanischen Temperament. Das Duo „Redline“ rundete dann den äußerst gelungenen Abend ab, an dem auch viel getanzt wurde.

„Es war so ein toller Abend, mit einer ganz besonderen Atmosphäre und Stimmung“, erinnert sich Koordinatorin Stephanie Eßer, die am Benefizabend den Gästen und Künstlern die Arbeit des Dienstes in einem kurzen Vortrag vorstellte, und sehr gerührt, die Spende entgegen nahm. „So viel Engagement ist wirklich toll. Wir bedanken uns sehr für die Unterstützung“, so Stephanie Eßer.  

Hospizforum beschäftigt sich mit Kriegsfolgen

Erneut haben der ambulante Hospizdienst der ACD – Region Aachen sowie die Familienbildungsstätte Helene-Fischer-Haus in das Seniorenzentrum St. Anna zum Hospizforum eingeladen. Thema der Veranstaltungsreihe war dieses Mal „Das Kriegserbe in der Seele“ mit dem Referenten Dr. phil. Dipl.-Päd. Udo Baer, Gründer der Zukunftswerkstatt „therapie kreativ“ und Buchautor.
Die erschütternden Folgen der Kriegserfahrungen begegnen Hospizdiensthelfern oft in zweierlei Hinsicht: Viele der Menschen, die begleitet werden, sind traumatisiert und häufig wird dies am Lebensende wieder lebendig, andererseits haben Menschen, die in der Hospizarbeit tätig sind, vielfach selbst über Eltern und Großeltern die Traumafolgen als zweite Generation mitbekommen. Der Vortrag sollte den Hospizdiensthelfern Mittel und Wege aufzeigen, wie sie damit umgehen können und was denen, die sie begleiten, und auch ihnen selbst hilft.
Die Veranstaltung war mit rund 60 Teilnehmern sehr gut besucht und bot den Besuchern immer wieder hilfreiche Erkenntnisse, die bei ihren zukünftigen Begleitungen nützlich sein werden.

Auf dem Schöpfungspfad in Hirschrott

Eine Gruppe von 22 ehrenamtlichen MitarbeiterInnen machte sich am Sonntag auf den Weg, den Schöpfungspfad in Erkensruhr-Hirschrott zu erwandern.
Mit einem Lied auf den Lippen startete die verwegene Gruppe um 11 Uhr ab dem Wanderparkplatz Finkenauel. Der Singleiter Martin Hermann begleitete die Wanderer mit seiner Gitarre und suchte immer wieder passende Lieder für die Wegstrecke aus.
Der Schöpfungspfad, ein Projekt des Netzwerks Kirche im Nationalpark Eifel, erstreckt sich auf ca. 3,5 km und führt über zehn Stationen auf die Dreiborner Hochfläche.
Die Gruppe ging mal schwatzend und mal schweigend, las die Impulse auf den Wegtafeln und erklomm so die Dreiborner Hochfläche. Da die Sonne es an diesem Tag gut mit den WanderInnen meinte und sich immer wieder sogar auch über längere Zeit blicken ließ, konnte die Gruppe hier oben eine Pause bei Butterbrot, Obst und anschließendem Gesang einlegen und die Blick über die weite Hochfläche schweifen lassen.
In weiteren Verlauf beging man noch das Steinlabyrinth bevor sich alle auf den „Abstieg“ ins Tal machten.
Dort wartete bereits in einem kleinen Gasthaus die Chefin des Hauses mit Kaffee und Kuchen auf die muntere Wandergruppe. So ließ man dann in gemeinsamer Runde bei einer guten Tasse Kaffee und netten Gesprächen den Nachmittag ausklingen.
Alle waren der Meinung gemeinsames Wandern, Singen und Einkehren ist eine Wiederholung wert. (gk)

Kooperation mit dem Haus Serafine

Der Ambulante Hospizdienst der Aachener Caritasdienste – Region Aachen hat einen neuen Kooperationspartner. Seit Anfang Juni arbeitet der Hospizdienst zusammen mit dem Seniorenhaus Serafine in Würselen, einer Einrichtung der Stiftung der Cellitinnen zur heiligen Maria. Diese Kooperation wurde nun mit einer Feier im Haus Serafine  der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die Zusammenarbeit zwischen dem Hospizdienst und dem Seniorenhaus hat  aber im Grunde eine viel längere Geschichte, wie Stephanie Eßer, Koordinatorin des Dienstes, erklärte. Lange habe nämlich Schwester Felicitas, Ordensschwester im Haus, für den ambulanten Hospizdienst ehrenamtlich gearbeitet und sie sei auch gewesen, die die Kooperation immer weiter vorangetrieben hat, sagte Einrichtungsleiterin Barbara Wisniewski. Dass ihr Haus nun bei der Begleitung schwer kranker und sterbender Senioren zusätzliche Hilfe erhalte, freue sie sehr, so Barbara Wisniewski weiter.
Wie diese Hilfe aussieht, erklärte dann Stephanie Eßer, die betonte, wie wichtig das Dasein während einer Begleitung ist. „Es geht darum, die Tage mit Leben zu füllen und dafür sind wir da“, so die Koordinatorin, die von Beate Nock und Roswitha Maqua begleitet worden war. Diesen Aspekt nahm auch Würselens Bürgermeister Arno Nelles in seinem Grußwort auf, der sagte: „Die gelebte Gemeinschaft hier ist um eine wichtige Komponente ergänzt worden.“
Und obwohl der Feier eigentlich ein ernstes Thema zugrunde lag, war es ein sehr vergnüglicher Nachmittag, der von einem sehr netten Tanzauftritt der Kinder des Kindergartens St. Lucia gekrönt wurde.   

Ein Netz wächst

Judith Anlauf, Martha Neumann, Wiebke de Haan, Frieda Honrath, Sylvia Zientiek, Georg Schenke, Silke Siedelmann, Kerstin Rademacher, Karl-Heinz Hennig, Christel Ross, Gabriele Ledwon, Helga Clever, Stephanie Eßer (v.l.n.r.)
Das Team der ehrenamtlichen Mitarbeiter
Christiane Bugdol, Stephanie Eßer und Ingeborg Reichel (v.l.)

Zu einem sehr erfreulichen Anlass fanden sich die ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hospizdienstes zusammen, um in ihren Reihen elf Frauen und zwei Männer als neue ehrenamtliche Mitarbeiter zu begrüßen. Seit September 2014 besuchten die Teilnehmer den Befähigungskurs der mit einem Stundenumfang von insgesamt 100 Stunden sehr intensiv auf die Tätigkeit in der Sterbebegleitung vorbereitet. Inhaltliche Schwerpunkte des Befähigungskurs bildeten die themenzentrierte Selbsterfahrung, der Erwerb praxisorientierter Fertigkeiten im Hinblick auf die psychosoziale Begleitung Schwerkranker und Sterbender, Gesprächsführung, Kenntnisse über Grundlagen der Schmerztherapie und Grundkenntnisse pflegerischer Versorgung Schwerkranker.

Der seit 1997 bestehende Ambulante Hospizdienst engagiert sich im Nordkreis Aachen und unterstützt Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Besuche finden im häuslichen Bereich, im Krankenhaus, im Altenheim oder in Einrichtungen der Behindertenhilfe statt. „Wir sind da, für die erkrankten Menschen und deren Angehörige. Der ehrenamtliche Dienst ist eine wichtige Ergänzung zu der medizinischen und pflegerischen Versorgung. Wir bieten die Möglichkeit zum Gespräch, zum Dasein.“, so Frau Stephanie Eßer (Koordinatorin). Das Angebot ist gut in die palliativen und hospizlichen Versorgungsstrukturen eingebettet und wird sehr gut angenommen. Daher ist es sowohl erfreulich als auch dringend notwendig immer wieder Menschen für diese Arbeit zu gewinnen. „Wir sind ein sehr froh, dass wir auch in diesem Kurs wieder so viele engagierte Menschen kennenlernen durften. Jeder von Ihnen wird einen wichtigen Beitrag leisten um die Situation schwererkrankter Menschen und deren Familien zu verbessern.“, so Frau Judith Anlauf (Koordinatorin).

Ehrenamtliche sind aufgrund Ihrer persönlichen und/oder beruflichen Erfahrungen und des ihnen eigenen Engagements unverzichtbarer und wesentlicher Bestandteil der Hospizarbeit. Die Ehrenamtlichen arbeiten eng mit hauptamtlichen Koordinatorinnen zusammen, die ihnen die Möglichkeit zur Praxisbegleitung geben. Frau Eßer betont „Wir sind keine Einzelkämpfer sondern ein großes Team. Auch wir brauchen als Begleiter ein verlässliches Netzwerk in dem wir uns austauschen und stärken können. Und es ist wunderbar, dass dieses Netz wächst.“ Dies wurde auch von den ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen Frau Ingeborg Reichel, welche von Anfang an ehrenamtlich und später als Bürokraft mitarbeitete sowie Frau Christiane Bugdol betont. Beide verabschiedeten sich nach langjährigem Engagement im Rahmen dieser Feierlichkeiten aus dem Dienst.

Film über den Ambulanten Hospizdienst

Im Rahmen der "Woche für das Leben" hat das Bistum einen kurzen Film über den Ambulanten Hospizdienst der Aachener Caritasdienste - Region Aachen gedreht, den Sie sich hier ansehen können. 

Mehr zu dem Thema gibt es hier.

Neuer Flyer und Kondolenzkarte

Die ambulanten Hospizdienste der ACD – Region Aachen und Aachen Stadt haben einen neuen Flyer und eine neue Kondolenzkarte. Beides wurde nun bei einer kleinen Präsentation der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Besondere an dem Flyer und der Trauerkarte ist das Motiv, das die Karte und den Flyer ziert. Es handelt sich dabei um das Gemälde „Mein Ewiges“ der Künstlerin Dorothea Kempen. Ursprünglich hatte die 58-jährige Künstlerin das Bild für eine Exerzitienreihe, die sie regelmäßig gemeinsam mit ihrem Mann auf der Nordseeinsel Juist abhält, gemalt.

Das Bild "Mein Ewiges" von Dorothea Kempen (4. von links) ist das Motiv für die neuen Flyer und die Kondolenzkarte der ambulanten Hospizidienste der ACD. Sehr zur Freude von Annette Busch, Judith Anlauf, Brigitte Gerke, Stepanie Eßer und Ralf Kaup, Geschäftsführer der ACD.

Dass es einmal die Flyer und die Trauerkarten der beiden ambulanten Hospizdienste verschönern würde, damit hätte die gelernte Grafikerin vor einem halben Jahr noch nicht gerechnet, doch rückwirkend betrachtet hätte es gar nicht anders kommen können. Da sind sich die vier Koordinatorinnen der beiden ambulanten Hospizdienste sicher. „Wir brauchten für unsere Hospizdienste Aachen Stadt und Region Aachen neue Flyer, weil die alten schon ein wenig in die Jahre gekommen waren und wir ihn gerne neu gestalten wollten. Unabhängig davon wollten wir für die Dienste eine eigene Kondolenzkarte erstellen. Für beides haben wir passende Motive gesucht“, erklärt Stephanie Eßer vom ambulanten Hospizdienst der ACD - Region Aachen.

Das gestaltete sich aber recht schwierig besonders für den Flyer, wie ihre Kollegin Judith Anlauf berichtet: „Wir wollten, dass das Motiv etwas Individuelles wiederspiegelt. Jeder Mensch, den wir begleiten ist einzigartig, das sollte mit dem Motiv zum Ausdruck kommen.“ Ähnliches sollte auch für die Trauerkarte gelten, bewusst wollten die Koordinatorinnen auch auf bekannte Symbolik verzichten, damit sich niemand ausgegrenzt fühlt. „Unsere Dienste richten sich an alle Menschen unabhängig von Alter, Herkunft, Lebensstil oder Religion, darum wollten wir darauf verzichten“, erklärt Annette Busch vom ambulanten Hospizdienst Aachen Stadt.

Klar war also, es sollte etwas Abstraktes sein, ein Bild, „das Raum für eigene Gedanken lässt“, sagt Annette Buschs Kollegin Brigitte Gerke.

Stephanie Eßer und Judith Anlauf kam dann schließlich der Gedanke, Dorothea Kempen anzusprechen, die nicht nur Malerin ist, sondern auch seit acht Jahren ehrenamtliche Hospizdienstmitarbeiterin.

Ab da ging es schnell. Neben vielen anderen schönen Motiven, die Stephanie Eßer und Judith Anlauf in Dorothea Kempens Atelier gesehen haben, fiel ihnen „Mein Ewiges“ gleich auf. Farbenfroh, lebendig, hoffnungsvoll und eben nicht bedrückend, düster und traurig sei das Bild und beiden sei klar gewesen, dass dieses Bild das richtige Motiv für die neue Trauerkarte sein könnte, sagt Judith Anlauf. „Darin konnten wir uns wiederfinden.“ Das war durchaus die Intention von Dorothea Kempen. „In jedem Menschen ist etwas Ewiges, etwas Göttliches, egal welchen Glauben ein Mensch hat. Für mich ist das tröstlich und hat auch ganz viel mit Hospizarbeit zu tun“, sagt die Künstlerin, von der zurzeit bis zum Weißen Sonntag im Kreuzgang der Benediktinerabtei in Kornelimünster eine Ausstellung zu sehen ist. 

Da die beiden Kolleginnen vom Hospizdienst Aachen Stadt diese Auffassung ebenfalls teilten, war für die Trauerkarte das Motiv endgültig gefunden.

Dass es zukünftig auch den neuen Flyer zieren könnte, daran haben die Koordinatorinnen zuerst noch nicht gedacht. „Das war ein Prozess, der sich langsam entwickelt hat“, bemerkt Annette Busch, irgendwann sei die Idee dazu da gewesen.

Mit dem Ergebnis sind alle sehr zufrieden. „Wir sind sehr froh und dankbar, dass es so gekommen ist, ich finde es sehr schön, dass das Bild aus unseren eigenen Reihen kommt, das war am Anfang überhaupt nicht geplant, aber so etwas kann man vermutlich gar nicht planen“, sagt Annette Busch. Das Original, das Dorothea Kempen dem ambulanten Hospizdienst übrigens geschenkt hat, wird zukünftig im Büro von Stephanie Eßer und Judith Anlauf hängen.

Beistand in bitteren Zeiten

Der Kurs mit Kursleiterin Elke Böttcher (vorne, Mitte).
Alle Teinehmerinnen erhielten im Rahmen einer kleinen Feier ihr Zertifikat.

Egal ob plötzlich und unerwartet oder nach schwerer Krankheit – der Tod eines geliebten Menschen ist für die Hinterbliebenen oft nur schwer zu verkraften und stellt für sie eine große psychische Belastung dar. Um trauernden Menschen in dieser bitteren Zeit helfen zu können, haben sich nun zehn der insgesamt 41 ehrenamtlichen Hospizdiensthelfern des Ambulanten Hospizdienstes der Aachener Caritasdienste (ACD) – Region Aachen zu ehrenamtlichen Trauerbegleitern ausbilden lassen. Der Ambulante Hospizdienst ist schon seit vielen Jahren in der Trauerbegleitung aktiv und engagiert sich in Einzelbegleitungen und in offenen Angeboten wie Trauercafés oder einem Trauergesprächskreis.
Im Rahmen einer kleinen Feier im Seniorenzentrum St. Anna wurde den Teilnehmerinnen das Zertifikat von Kursleiterin Elke Böttcher überreicht. Die Therapeutin und ausgebildete Trauerbegleiterin lobte vorab ihre Schützlinge, mahnte sie aber auch, auf eigene Grenzen zu achten und eine gute Balance zwischen Geben und Nehmen zu finden.


Unter den Gratulanten befanden sich neben Stephanie Eßer und Judith Anlauf, Koordinatorinnen beim Hospizdienst, Pfarrer Paul Schnapp von der evangelischen Kirchengemeinde sowie Bärbel Schumacher, Pastoralreferentin der Pfarrei Johannes 23., die erklärte, dass der Umgang mit Trauer in der Öffentlichkeit zwar besser geworden sei, aber viele Menschen den Umgang mit Trauernden immer noch scheuten. „In diese Leere geht Ihr Dienst. Sie zeigen, dass Sie da sind und die Menschen nicht allein lassen. Für diesen Schatz möchte ich Ihnen danken“, so die Pastoralreferentin.


Pfarrer Schnapp wünschte den Absolventinnen insbesondere „gute Ohren“ und bemerkte, dass die Trauerbegleiterinnen, eine unglaubliche Hilfe sein werden.
Der Kurs, der in Kooperation mit dem Helene-Weber-Haus im Seniorenzentrum St. Anna stattgefunden hat, wurde sowohl vom Helene-Weber-Haus als auch vom Förderverein des Seniorenzentrums St. Anna finanziell unterstützt, einen Beitrag, für den sich Stephanie Eßer beim Vorsitzenden des Fördervereins, Paul Hogen, und Monika Thome, Mitarbeiterin des Helene-Weber-Hauses, noch einmal herzlich bedankte. „Das ist uns eine große Hilfe und bestimmt nicht selbstverständlich.“

Zusätzliche Informationen:

Der Befähigungskurs zur ehrenamtlichen Trauerbegleiterin hat im vergangenen Mai begonnen und dauerte bis Ende November. In dieser Zeit haben sich die Kursleiterin und Teilnehmerinnen mehrfach an Wochenenden und zu Einzelterminen getroffen.
Der Kurs orientiert sich an den Qualitätsstandards für die kleine Basisqualifizierung nach der Bundesarbeitsgemeinschaft Trauerbegleitung. Die Selbstwahrnehmungsund wissensorientierte Schulung umfasste insgesamt 85 Unterrichtsstunden.
Den Kurs absolviert haben: Margareta Chlewicki, Monika Wirtz, Susanne Wunsch, Stefanie Lentz, Jovita Sibbel, Astrid Röper, Heike Schnorrenberg, Birgit Wagels, Alma Perina-Wipperfürth und Monika Thome.

Hospizforum zum Thema Demenz

Das zweite Hospizforum in diesem Jahr zum Thema „Opa hat Demenz – Wie man Kindern und Jugendlichen Demenz erklären kann.“ ist auf große Resonanz gestoßen. Mit 35 Teilnehmern war die Veranstaltung gut besucht. Die Interessierten kamen sowohl aus privaten als auch beruflichen Interesse. Der Bereich Kindergarten war ebenso vertreten wie die Jugendhilfe und die Ambulante Hospizarbeit.

Die Teilnehmenden erhielten von Frau Petra Mittenzwei, Fachreferentin des Demenzservicezentrums der Regio Aachen / Eifel der Verbraucherzentrale NRW, allgemeine Informationen über das Thema der Demenz als auch sehr praxisnahe Tipps und Hinweise darüber wie man Kinder und Jugendliche über das Thema informieren und in betroffenen Familien einbinden kann ohne sie zu überfordern. Da Demenzerkrankungen zunehmen und die Erkrankungen das gesamte Familienleben beeinflusst sind auch immer mehr Kinder und Jugendliche betroffen.  „Gemeinsame Aktivitäten, die allen Spaß machen, sorgen für eine positiven Stimmung und eine gute Beziehung zueinander! Dabei müssen sowohl die Fähigkeiten des Kindes als auch des Erkrankten berücksichtig werden.“, so Mittenzwei.